Lasertoner als Verbrauchsmaterial
Bis vor wenigen Jahren waren Laserdrucker gegenüber anderen Systemen noch sehr teuer. Farbig druckende Lasergeräte erreichten schnell die Preise von Kleinwagen und waren für Privatanwender nicht erschwinglich. Die Massenherstellung der Drucker mit Laserprinzip führte jedoch zu bezahlbaren Geräten und deren technische Entwicklung hatte handliche Geräte zur Folge. Die Nachfüllkartuschen für den benötigten Laser Toner ermöglichen für die meisten Geräte eine hohe Stückzahl an Ausdrucken. Selbst für Anwendungen im Privathaushalt sind zwischen 500 und 3000 Ausdrucken mit einer Kartusche übliche Werte. Lasertoner sind wie die Tinte bei Tintenstrahldruckern als Verbrauchsmaterial einzustufen.
Die Druckkosten bestimmen
Um einen Wert für die Kosten eines Ausdruckes zu bestimmen, wird die erreichbare Anzahl der Ausdrucke mit den Kosten einer Tonerkartusche ins Verhältnis gesetzt. Im Vergleich zu anderen Drucksystemen ergeben sich für Laserdrucker für fast alle marktüblichen Geräte Preisvorteile. Die Kartuschen der Laserdrucker verursachen zwar in der Beschaffung zunächst einen höheren Preis, jedoch ist die Ergiebigkeit ungleich höher, als bei den anderen Systemen. Da die Toner für die Lasergeräte sehr lange haltbar sind und verwendungsfähig bleiben, haben sich auch viele Privathaushalte mit Laserdruckern ausgestattet. Das lästige Eintrocknen von Druckertinte oder das häufige Reinigen der Düsen der Druckköpfe entfällt bei Laserdruckern vollständig. So werden keine unnötigen Druckkosten verursacht, weil keine Verbrauchsmaterialien wegen Überalterung entsorgt werden müssen.
Welche Eigenschaften müssen Lasertoner aufweisen?
Die von den Druckerherstellern produzierten Tonerkartuschen weisen laut Werbung eine besonders hohe Qualität des verwendeten Toners auf. Um absolut hochwertige Ausdrucke zu erhalten, muss die Körnung des Toners extrem fein sein. Dieses Tonerpulver haftet auf dem Papier auf einer vom Laserstrahl markierten Stelle und soll dort dauerhaft verbleiben. Dazu muss das Tonermaterial enorme Klebefähigkeit mit dem Papier entwickeln, darf sich aber gleichzeitig nicht mit anderen Tonerpartikeln verbinden. Je kleiner und feiner die Tonerteilchen sind, desto hochwertiger gelingt der Ausdruck. Wenn die Tonerpartikel grobkörniger sind, ist das Ergebnis dagegen nicht so gut. Für Massenausdrucke und einfache Schriftverkehre werden daher in der Praxis häufig eher einfach strukturierte Toner eingesetzt, während für hochwertige Druckergebnisse Toner von feinster Qualität zur Anwendung kommen. Moderne Laserdrucker lassen sich auf die gewünschte Druckauflösung einstellen und können so für eine sparsame Verwendung ihres Toners je nach Bedarf kalibriert werden.
Privathaushalt und gewerblicher Einsatz
Laserdrucker haben neben ihrem gewerblichen Einsatzfeld Einzug in viele Privathaushalte gefunden. Da ihre Tonerkartuschen lange Verbrauchszeiten erlauben, sind sie für viele Privatanwender auch bei geringem oder mittlerem Druckbedarf eine preiswerte Alternative zu anderen Drucktechniken. Die Mindesthaltbarkeitsdaten auf manchen Kartuschen nennen lediglich die garantierte Verwendbarkeit in höchster Druckauflösung. Die Kartusche wird nach Ablauf des Datums nicht unbrauchbar. Im gewerblichen Einsatz wird der Lasertoner als Verbrauchsmaterial gerne in größeren Gebinden gekauft. Seine Lagerfähigkeit erweist sich auch hier als Vorteil. Als Konkurrenz zu den Tonern der Druckerhersteller haben sich kompatible Tonerkartuschen anderer Hersteller und preiswerte Refillvarianten im Wettbewerb einen festen Platz erobert. Sie sind vor allem für gewerbliche Anwendungen und Massendruckwaren ohne Anspruch auf Spitzenqualität attraktiv und stellen eine gute Alternative zu den teureren Markenprodukten dar.